Schloss Kochberg in Großkochberg

(bei Rudolstadt/Thüringen)
Seit 1274 herrschte in Kochberg ein Rittergeschlecht. Stammsitz dieser Herren war der Steinbau im Innenhof. 1380 wird der Feudalsitz als „Purgstall zu Kochberg“ erwähnt und 1455 als „Freier Wasserhof“. Die Herren von Kochberg waren Vasallen der Grafen von Orlamünde, der Schwarzburger, dann der Wettiner, letztlich der Reußen zu Kranichfeld.
1733 verkauften J. Heinrich, J. Friedrich und C. Wilhelm von Schönfeld das Schloss an den Kaiserlichen Hofrat F. C. Ludwig Freiherr von Stein. Bis 1938 bleibt das Schloss im Besitz der Herren von Stein. In der gleichen Zeit, von 1775 bis 1788, war auch Goethe zu Gast.
Carl von Stein, Charlottes ältester Sohn, wollte gemeinsam mit seiner Frau Amelie Kochberg zu einer musischen Stätte nach Weimarer Vorbild machen. Zum Schloßensemble gehört ein kleines Liebhabertheater, in dem Gastspiele stattfinden. Carl von Steins ließ es 1796 - 1799 errichten. Eine Besonderheit sind die marmorierten Papiertapeten, mit denen Bühnen- und Zuschauerraum ausgekleidet sind. Der Landschaftspark mit Badeteich, Wasserläufen und Blumengarten wurde unter ihm im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts angelegt.
Schloss Kochberg mit seinen wunderbaren Räumlichkeiten blieb in der DDR das Schicksal vieler Schlösser erspart. Der Grund liegt in bezug auf Goethe, der hier einige Zeit verweilte. Heute ist das Schloss Goethe-Gedenkstätte. Über die wechselvolle Geschichte des Schlosses und der Gutsherrschaft informiert eine Ausstellung in zwei Räumen des Erdgeschosses.
Quelle: http://www.Saale-Online.de

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Zuletzt geändert: 01.01.2008, 16:55:40