- Das
Victoriahaus
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Das
Victoriahaus erhielt seinen Namen von der Riesenseerose Victoria
cruziana, die mit ihrer imposanten Erscheinung das dominierende
Element dieses Schauhauses ist. -
Weitere aus Mittel- und
Südamerika stammenden tropischen Wasser-und Sumpfpflanzen,
Palmen, zahlreiche Farne, Bromelien, Epiphytenstämme mit
Tillandsien, Palmfarne und weitere tropische Pflanzen wie
Alocasia, Pandanus, Philodendron und Codiaeum sind Bestandteil
des Hauses. Mit der Felsen- und Schluchtenlandschaft aus
Vulkangestein mit zwei Teichen wird eine Uferlandschaft des
Amazonasregenwaldes nachgebildet.
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Im Victoriahaus können
über geschwungene Wege aus Natursteinplatten, sowie über
eine Brücke aus Bambus und Eichenbohlen, die reizvolle
tropische Landschaft bewundert werden. Weiterhin kann man ein
großes Aquarium mit zahlreiche Fischarten -
Diskusbuntbarsche, Salmler und Weise -, welches als Sumpfaquarium
(Paludarium) gestaltet ist, bewundern.
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Einer der Teiche nimmt
die in den Flüssen Argentiniens und Paraguays südlich
des Amazonasbeckens beheimatete Victoria cruziana ein. Viel Licht
und Wärme sind die Voraussetzungen, damit sich diese Pflanze
in nur wenigen Monaten entwickelt. Das Wachstum ist so rapide,
dass wöchentlich ein Blatt mit bis zu 2 m Durchmesser
gebildet wird. Die riesigen Blätter mit ihren
hochgeschlagenen Blatträndern bestehen auf der Unterseite
aus einem Gerüst von Blattnerven, die rippenartig nach unten
hervorragen und mit zahlreichen kleinen Luftkammern durchsetzt
sind. Der Auftrieb dieser Hohlräume ist so stark, dass die
Blätter das Gewicht eines Kleinkindes tragen können. Ab
Anfang Juni erscheint etwa alle 5 Tage mit jedem Blatt eine neue
Blüte.
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Am
Tage des Erblühens erhebt sich die Knospe hoch übers
Wasser und beginnt stark süßlich zu duften. Zum späten
Nachmittag beginnt die Blüte sich mit ihren cremefarbenen
Kronenblättern zu entfalten. Im Verlauf der Nacht schließt
sich die Blüte allmählich wieder. -
Am folgenden Tag
wechselt die Blütenfarbe von weiß auf purpurrot. Gegen
Abend öffnet sich die rote Blüte ein zweites Mal für
wenige Stunden, bevor sie sich schließt und allmählich
ins Wasser untertaucht.
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Unter Wasser erfolgt nun
die Samenreife zu erbsengroßen Samen. Die Victoria-Seerosen
müssen in europäischen Breiten jedes Jahr neu aus Samen
herangezogen werden, da sie im Herbst infolge Lichtmangels
absterben.
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