Aktuelles Thema: Infos über Birnengitterrost

Schädling oder Nützling ?

Unser Garten ist ein großer Lebensraum für eine Vielzahl von Lebewesen. Die Frage ist nur, welche davon schädlich oder nützlich sind. Nachfolgend eine kleine Übersicht:

Schädling

Nützling

Gefleckte Kartoffelblattlaus

Zweipunkt-Marienkäfer

Gefurchter Dickmaulrüßler

Gemeine Schwebfliege

Geweltstreifiger Kohlerdfloh

Gemeine Florfliege

Beerenwanze

Körniger Laufkäfer

Kartoffelkäfer

Blattlausschlupfwespe

Blattzikade

Sichelwanze

Weiße Fliege

Zehnpunkt-Marienkäfer

Große Gartenschnecke

Gemeiner Weichkäfer

Ein neues "Feindbild" - die Spanische Wegschnecke

Die natürlichen Feinde der Schnecken sind nicht mehr in der Lage, die gefräßigen Tiere im Zaum zu halten. Die neue Schneckenart von der iberischen Halbinsel stellt unser Gefüge im Garten auf den Kopf. Diese spanische Wegschnecke vermehrt sich um ein Vielfaches rascher und wird von den natürlichen Fressfeinden gemieden, weil sie zäher und schleimiger ist.

Als wirkungsvolle Methode der Bekämpfung erscheint das Absammeln am späten Abend.

Wesentlich wirkungsvoller ist natürlich ein Schneckenzaun und das Aufstellen von Bierfallen oder der Einsatz von Schneckenködern und Schneckenkorn.

Einzelne Pflänzchen oder Saatbereiche lassen sich mit einer Abweisenden Unterlage umstreuen, wie z.Bsp. Sägemehl, Kalk, Holzasche, Gesteinsmehl oder Schneckengranulat.

Birnengitterrost

Gegenwärtig werden an Birnenbäumen Blätter mit zahlreichen orangeroten Flecken beobachtet. Dabei handelt es sich um eine Pilzkrankheit mit dem Namen "Birnengitterrost". Diese Krankheit tritt seit 1994 in Thüringen verstärkt auf. Der Krankheitserreger gehört zu den wirtswechselnden Rostpilzen.

 Ab Mitte Mai findet man auf den Blättern der Birnen (Sommerwirt) diese auffälligen Flecken, die schließlich größer werden und zusammenfließen. Im Spätsommer bilden sich auf der Blattunterseite hellbraune Pusteln, auf denen sich weißliche Sporenlager, sog. "Gitterkörbchen" entwickeln. Diese Sporenlager sind mitunter auch an Trieben, Blattstielen und Früchten ausgebildet. Bei jungen Bäumen sollte man befallene Blätter vor diesem Stadium mechanisch entfernen, um einer Weiterverbreitung des Pilzes vorzubeugen.

Um ihre Entwicklung fortsetzen zu können, müssen die gelblichen Sporen auf bestimmte kultivierte Wacholderarten (Juniperus sp.) gelangen (Winterwirt). Hier keimen sie aus und überwintern mit Hilfe eines ausdauernden Mycels. An den älteren Zweigen bilden sich spindelartige Verdickungen, aus denen dann im Frühjahr anfangs gelbe, später braune, etwa 5 mm große Sporenlager hervorbrechen. Bei feuchter Witterung quellen diese zu 1 bis 3 cm großen gallertartigen gelbbraunen "Zäpfchen". Auf diesen bilden sich dann Sporen, die durch den Wind mehrere Hundert Meter weit verbreitet werden, bis sie wieder auf Blätter des Birnbaumes treffen und diese infizieren können. Ein schwacher Befall (1 bis 3 "Orangeflecke" je Blatt) beeinträchtigt das Wachstum der Birnen nicht und erfordert demzufolge auch keine Gegenmaßnahmen.

Bei einem Befall ab 30 % der Blattoberfläche muss allerdings mit einem verminderten Fruchtertrag gerechnet werden. Im Haus- und Kleingartenbereich ist jedoch auch bei stärkerem Befall eine Rodung der Bäume nicht erforderlich. Als wirkungsvolle Bekämpfungsmethode kann die Entfernung der Zierwacholder als Zwischenwirt gelten.

Dies scheitert in der Praxis jedoch häufig an der weiten Verbreitung dieser Gehölze in Haus- und Kleingärten.

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Zuletzt geändert: 04.02.2013, 18:29:08