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Die Verwendung der Orchidee ist sehr vielseitig. Als Schnittblume ist sie besonders begehrt, als Ansteckblume, als Zimmerschmuck in leichten Vasen, zur Tischdekoration und nicht zuletzt als Strauß oder in Gestecken wirken Orchideen immer und sind nicht nur wegen ihrer Schönheit und Eleganz, sondern auch wegen ihrer langen Haltbarkeit so sehr beliebt und begehrt.
Die blühende Pflanze ist ein stets bewundertes Stück des Gewächshauses, des Wintergartens und des Wohnzimmers. Nur bei wenigen Orchideen findet eine Selbstbefruchtung statt. In ihrer Heimat sind sie auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Dem Insekt bleibt der Pollen bei dem Besuch der Blume auf dem Kopf oder Rücken haften und wird bei der nächsten Blume auf die Narbe abgestreift. Es gibt zwei Arten der Vermehrung von Orchideen, und zwar die vegetative Vermehrung und die Anzucht aus Samen. Die Anzucht aus Samen ist etwas schwierigste und zugleich interessanteste Gebiet der Orchideenkultur.

Die vegetative Vermehrung, meist in Form der Teilung älterer, starkwüchsiger Pflanzen, ergibt in kurzer Zeit blühfähigen Nachwuchs. Durch die Vielseitigkeit der verschiedenen Gattungen bei Orchideen lassen sich keine allgemeinen Kulturmaßnahmen festlegen. Feuchtigkeits-, Licht- und Temperaturbedarf wechseln im Ablauf eines Kulturjahres. Diese Wachstumfaktoren müssen in Übereinstimmung mit unserem Klima dem arteigenen periodischen Entwicklungsverlauf angepasst werden.
Alle Orchideen machen eine Ruheperiode durch, doch bestehen bei den Gattungen Unterschiede in der Notwendigkeit, diese streng einzuhalten und durch entsprechende Kulturmaßnahmen richtig zu durchlaufen. Der Feuchtigkeitsbedarf ist während der Ruhezeit sehr unterschiedlich. Alle Orchideen blühen nur an neu gebildeten Trieb, und zwar nur einmal jährlich. Je nach Arteigentümlichkeit erfolgt die Ausbildung der Blüten unmittelbar nach Abschluss des Jahrestriebes oder im Anschluss der Ruhezeit.

Trickreiche Frauenschuhe

Welche Funktion hat eigentlich die Blütenform des Frauenschuhs?

Die einem Schuh ähnelnde Lippe der Paphiopedilum-Blüte ist eine raffinierte Falle. Ein Insekt wird durch die Farbe und Zeichnung der Blütenblätter angelockt und landet auf dem Schuh. Dessen Rand ist allerdings spiegelglatt und so rutscht es unweigerlich in den Schuh hinein. Nur eine »Leiter« aus feinen Haaren ermöglicht die Flucht. Der Weg führt an der Narbe und am Pollen vorbei. Meist trägt das Insekt bereits Pollen von einem anderen Blütenbesuch mit sich, so daß die dieser auf die Narbe aufgeklebt, die Blüte also bestäubt wird. Auf dem Weg in die Freiheit wird dem Insekt wieder neuer Pollen aufgeladen, den es dann zu einer anderen Blüte trägt. Die wunderschöne Blüte des Frauenschuhs erfüllt natürlich einen Zweck: Bestäubungshelfer werden erst nach getaner Arbeit entlassen. (Text aus 'Garten-Zeitung' April 2003).

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Zuletzt geändert: 26.01.2015, 14:57:54