Bienen, Schwebfliegen, Käfer, Falter und andere Insekten tragen unermüdlich den zur Befruchtung nötigen Pollen von Blüte zu Blüte. Sie alle sorgen dafür, dass aus dem reichen Blütenflor eine gute Ernte heranwächst. Obstbäume werden bis zu 80 % von Honigbienen bestäubt. Unsere Honigbienen leisten dabei vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst hinein eine herausragende Rolle. Bienen kommunizieren über spezielle Tänze und tauschen somit ihre Informationen über Nahrungsquellen aus. Darüber hinaus liefern uns die Bienen ein hochwertiges Nahrungsmittel mit hohem Zuckergehalt, den Honig.

Dreißigfächeriger Stapel mit Gerstung-Beuten aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts

Die Honigbiene (Apis mellifera) auch Imme genannt ist ein gesellig lebender Hautflügler. Ein Bienenvolk besteht aus 20000 bis 60000 Arbeitsbienen, einer Königin und im Sommer aus 500 bis 2000 Drohnen. Die Königin (Weisel) legt täglich ca. 1200 Eier. Die Drohnen (Männchen), sind kräftig, mit auffallend großen Facettenaugen und stachellos. Sie werden nach dem Hochzeitsflug aus dem Staat vertrieben. Die Arbeiterinnen leben nur einen Monat ( nur die im Herbst schlüpfenden Arbeiterinnen überwintern) Die kleineren Arbeitsbienen (unfruchtbare Weibchen) sorgen für den Wabenbau, Brutpflege und fliegen zum Sammeln von Nektar und Pollen aus. Der Stachel und die Giftdrüse sitzt am Hinterleib. 

Entwicklungsverlauf: Nach den Hochzeitsflug beginnt die Königin mit der Eiablage in eine sechseckigen Zelle aus Wachs, 3 Tage danach schlüpft die Larve, die sich später verpuppt. Aus der Puppe (Nymphe) die junge Biene. Die Zellen einer Wabe werden teils für die Ernährung der Larven mit Speisebrei, teils mit Honig als Nahrung für das Volk gefüllt. Aus unbefruchteten Eiern entwickeln sich Drohnen.

 
Im Frühjahr werden Königinnenzellen errichtet und darin aus weiblichen Larven durch Füttern mit dem Weiselfuttersaft (Gelee royale) Königinnen gezogen; die alte Königin fliegt mit einem Teil des Volkes aus (Schwarm) und gründet ein neues Volk.

Bienenweide ist eine wichtige Ernährungsgrundlage für die Bienen. Der Honig entsteht aus gesammelten Blütennektar im Honigmagen der Arbeitsbiene. Weiterhin sammeln die Bienen Blütenstaub (Pollen), der zu Nahrungsbrei für die Larven verarbeitet wird. Durch tanzartige Flugbewegungen zeigen sie ihren Artgenossen im Stock die Nahrungsquelle an. Für ein Kilo Honig sammeln die Bienen den Nektar von 3 Mio. Blüten. Für ein Gramm Honig füllt die Biene ihre Honigblase hundert Mal. Eine gute Bienenweide fördert das Erstarken der Bienenvölker im Frühjahr und bildet die Grundlage für gute Honigernten.

Arten: Weltweit gibt es ca. 30000, in Deutschland mehr als 500. Honigbienen sind als einzige Insekten blütentreu, bleiben bei einer Sorte.

Bienenhaus mit Gerstungbeuten

Historische Bienengeräte- ausgestellt im egapark Erfurt 

Von Mai bis Anfang August ist Schwarmzeit. Eigentlich sollte es ja nicht passieren, denn jeder Imker kontrolliert seine Völker auf eine mögliche Schwarmvorbereitung und ergreift entsprechende Maßnahmen. Ist es passiert, dann sollte man seine Bienen wieder einfangen

 

Bienenschwarm am Baum 

Bienenstand im egapark Erfurt

Sonnenwachsschmelze

Wissenswertes:

Für ein Kilogramm Honig ist eine Flugstrecke von 200000 Kilometrn nötig

Im Schnitt legt jede Honogbiene in ihrem Leben 800 Kilometer zurück

Pro Kopf verbrauchen die Deutschen jährlich 1,4 Kilogramm Honig. Etwa ein Fünftel des Bedarfs wird im Inland erzeugt.

Ein Bienenstock besteht in der Regel aus durchschnittlich 1,2 Kilogramm Wachs.

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Zuletzt geändert: 20.05.2015, 17:34:23